753, Rom kroch aus dem Ei.
(ein Bericht von Anna Wirges und Angela Hettwer)
Mit diesem sagenhaften Gründungsjahr gab uns ein Vortrag während der Busfahrt von Sorrent nach Rom einen Einblick zur Entstehung Roms.
Kaum in Rom angekommen, stand auch schon nach einem kurzen Zimmerbeziehen der nächste Programmpunkt auf dem Plan: eine Stadtrundfahrt mittels Open-Air-Bus.
Los ging das Ganze am Termini, dem Knotenpunkt des Schienenverkehrs, und führte uns zu Stationen wie unter anderem Colosseo, Circus Maximus, Castel S. Angelo, San Pietro, Piazza del Popolo und wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Anschließend hatte jeder die Gelegenheit Rom selbst für sich zu entdecken.
Wenn ihr mit der Maus auf die Button
in der Karte zeigt, erfahrt ihr näheres!
Bei gefühlten 30°C suchten wir uns ein schattiges Plätzchen auf dem Petersplatz.
Den Schatten fanden wir dann schließlich am 1586 von Domenico Fontana aufgestellten ägyptischen Obelisken.
Es folgte ein einführender Vortrag zum Petersplatz sowie -dom.
Während des Wartens in der Schlange, welche zum Sicherheitscheck und schließlich in den Petersdom führte, entbrannte eine hitzige Diskussion, warum die Uhren am Petersdom wohl unterschiedliche Zeiten zeigen.
Nach kurzer Korrespondenz mit Wissenden aus Deutschland stießen wir schließlich auf die Lösung.
Im Inneren des Domes hatten alle die Möglichkeit die Architektur selbst zu bestaunen und sich anschließend auf die Kuppel zu wagen um einen gigantischen Blick in die wunderschönen vatikanischen Gärten sowie Rom zu erhaschen.
Danach stürmten alle ins vatikanische Postamt um noch schnell Karten mit Vatikanstempel und Briefmarke an Familie und Freunde zu senden.
Ursprünglich war sie Grabmonument des Kaisers Hadrian (Hadrianeum). Im Jahr 590 hatte Papst Gregor der Große eine göttliche Vision: über dem Mausoleum erschien ihm der Erzengel Michael und kündigte das Ende der damals herrschenden Pest an, indem er sein Schwert wieder in die Scheide steckte. Daher erhielt das Mausoleum seinen heutigen Namen.
Die Engelsburg liefert einen ähnlichen Blick über Rom wie die vatikanische Kuppel.
Sie verkörpert eine massive Festung und dank der Verbindung zwischen Vatikan und Engelsburg durch einen überdachten Gang (Passeto) diente sie in der Vergangenheit manchmal als Zufluchtsort der Päpste in unsicheren Zeiten.
Heute dient das von einer Engelsstatue gekrönte Bauwerk als Nationalmuseum.
Die Fontana di Trevi ist Roms größter und berühmtester Brunnen.
Aufgrund einer Legende muss man eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Brunnen werfen, wenn man eines Tages nach Rom zurückkehren will.
Folglich standen alle am Brunnenrand und warfen eine Münze ins Wasser.
Der Brunnen war der letzte Programmpunkt für diesen Tag, von hieraus konnte jeder Rom eigenständig unsicher machen.
Da jeder auf eigenem Wege zum Treffpunkt gelangen sollte, kam es zu erheblichen Zeitverzögerungen aufgrund eines Herumirrens in den Straßen Roms. Viele versuchten ihr Glück mit Englisch, jedoch führte dies bei den Italienern nicht zum Ziel. Wer ein paar Brocken Italienisch konnte, hatte mehr Erfolg und war schneller am Treffpunkt.
Als dann endlich alle versammelt waren, führten uns Vorträge in die Geschichte des Pantheons ein, welches wir dann schließlich auch besichtigten.
Das Charakteristische des Pantheons ist die 9m weite runde Öffnung in der Mitte der Kuppel, welche als einzige Lichtquelle für diesen Raum dient. Im Falle von Regen ist das Pantheon aufgrund dieser Öffnung nicht als Zufluchtsort zu empfehlen, jedoch wird sich kein Schwimmbad daraus entwickeln, da das Regenwasser über den gewölbten Boden mit kleinen Löchern in die darunter gelegenen Zisterne fliest.
Mit Kapitol bezeichnet man den niedrigsten der 7 Hügel Roms, welcher durch alle Jahrhunderte hinweg der Mittelpunkt der Stadt und politisches Zentrum war. So auch 1957 als die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft unterzeichnet wurden.
Die 2 Paläste sowie die gewaltige Rampentreppe geben dem Kapitol einen würdevollen Rahmen.
Da es der letzte Programmpunkt der gesamten Fahrt war, waren alle voller Vorfreude auf ihr letztes italienisches Essen und nicht mehr ganz bei der Sache...
Trotz überwiegender Müdigkeit hielt uns ein informativer Vortrag doch noch wach.
Herr Steinemann assistierte und fungierte als lebender Kartenständer, während wir uns von der Sonne verwöhnen ließen.
Antike Bauwerke ließen uns nur erahnen, wie das damalige politische Leben abgelaufen sein muss. Jedoch erschwerten die Spuren der Zeit unsere Vorstellungen - heute findet man viele Gebäude nur noch bruchstückweise vor.
Auf dem Weg zum Kolosseum machte der Kreislauf einiger mitreisenden Schüler schlapp.
Während des Wartens auf deren Rückkehr wurden wir von penetranten Händlern belagert. Dies war ein Zeichen dafür, dass die Polizei nicht in der Nähe war.
Als der Großteil wieder versammelt war, gingen wir in das größte je gebaute Amphitheater hinein. Uns beeindruckte die imposante ursprüngliche Form, die noch immer zu sehen ist, jedoch zugleich so beschädigt, dass es die Leiden seiner Geschichte zeigt (Brände, Erdbeben, Verwendung als Steinbruch).
Das eindrucksvolle Bauwerk von Innen zu betrachten, war der Höhepunkt des Tages.
Die Vorstellung, dass dies eigentlich ein Ort des Schreckens und sogar des Todes durch die vielen dort ausgetragenen Gladiatorenkämpfe darstellt, rückte wegen der überragenden und grandiosen Architektur in den Hintergrund.
Heutzutage ist es ein Monument gegen die Todesstrafe. Es soll auf die Grausamkeit hinweisen, welche damals der Unterhaltung diente.
Galerie
Impressionen
Die Orientierung in Rom ist dank der 2 Metrolinien eigentlich ganz einfach. Auch die Buslinien sind ganz übersichtlich, einziges Manko: Man weiß nie, wann er fährt! Trotz allem kann es in dieser riesigen Stadt zu Orientierungsproblemen kommen.
Unsere Busfahrten wurden mit unserem Kursfahrtlied versüßt; besonderer Höhepunkt war die Kostprobe der Gesangskünste unserer Lehrer auf dem Weg nach Hause.
Die gute Stimmung war aber nicht nur im Bus zu spüren, sondern auch abends, wenn der Limoncello in Strömen floss., was einige dazu veranlasste, wilde Einkaufswagenfahrten durchs Camp zu unternehmen und andere wiederum in der Camp eigenen Disco abzudancen.
Der Stress des Tages entlud sich teilweise am Abend auch in kleinen Streitereien, welche dann schnell wieder beim gemeinsamen Kochen beigelegt werden konnten.
FAZIT: Die Münze vom Trevibrunnen soll uns wieder ins warme, sonnige Rom zurückführen!
Das Camp
Das saubere, angenehme Camping Village Roma bot Gelegenheit zum Herumirren in den Reihen, wodurch man jedoch schnell neue Leute kennenlernte, was überraschenderweise durch die Anwesenheit vieler Deutscher vereinfacht wurde.
Alle wohnten in Chalets, welche maximal 5 Personen eine Unterkunft boten. Über die Veranda gelangte man in die Wohnküche, von wo aus zwei Schlafräume mit jeweils einem Bad erreichbar waren. Kurz um dieses Camp war im Gegensatz zu Sorrent purer Luxus!
Rom/Sorrent war die beste Kursfahrt überhaupt!
Ein Dank an die gute Organisation unsere begleitenden Lehrer:
Frau Freese,
Frau Biesold
und nicht zuletzt Herrn Steinemann!
Mille grazie per il bello viaggio!
È stato grande!!!
